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Die Mitte will eine kontrollierte und ausgewogene Stadtentwicklung

24. August 2026 – Die Parolen der die Mitte Stadt Zürich für die Abstimmung vom 27. September 2026: Sie sagt Nein zur Hochhaus-Vorlage des Gemeinderats und Ja zur ausgewogenen Vorlage des Stadtrats. Ja sagt sie zudem zum Zusatzkredit für das Kunsthaus und zum Rahmenkredit für die öV-Infrastruktur.

Bei der BZO-Teilrevision Hochhäuser sagt die Mitte Stadt Zürich Nein zur Vorlage des Gemeinderats und Ja zur Vorlage des Stadtrats. Der Gemeinderat hat die ursprünglich vom Stadtrat vorgestellte, ausgewogene Vorlage massiv verändert: Er streicht zahlreiche geeignete Standorte, führt zusätzliche Auflagen ein und verkompliziert mit zusätzlicher Bürokratie das Bauen – für Private, Stiftungen und Genossenschaften ebenso wie für die Stadt selbst.

Die Vorlage des Stadtrats legt demgegenüber nach klaren Regeln fest, in welchen sinnvollen Zonen künftig Hochhäuser möglich sind: Je höher das Hochhaus, desto strenger die Anforderungen. Besonders sensible Bereiche wie Hanglagen und Quartiererhaltungszonen bleiben ganz ausgeschlossen. Im Vordergrund stehen moderate Hochhäuser bis 40 Meter, die sich gut ins Quartier einfügen. So werden Grün- und Freiräume gesichert, während gleichzeitig das Potenzial für dringend benötigten Wohnraum ausgeschöpft werden kann.

Ja sagt die Mitte zum Zusatzkredit für die Zürcher Kunstgesellschaft und die Stiftung Zürcher Kunsthaus, der die wiederkehrenden Ausgaben um 7,3 Millionen Franken auf 25,8 Millionen Franken pro Jahr erhöht. Das Kunsthaus ist seit über hundert Jahren eine bedeutende Zürcher Institution mit grosser Strahlkraft und stärkt Zürich als Kultur- und Kunststadt. Seit dem Chipperfield-Neubau sind die Besucherzahlen von durchschnittlich 240’000 auf über 500’000 pro Jahr gestiegen, die Ausstellungsflächen wurden verdoppelt und das Programm erweitert. Personal, Organisation und Infrastruktur mussten deshalb angepasst werden. Die Folgekosten wurden unterschätzt, die Gebäudebeiträge an die Stiftung systematisch zu tief angesetzt. Das Kunsthaus finanziert rund die Hälfte der Betriebskosten aus eigenen Mitteln – über Eintritte, Mitgliederbeiträge und Fundraising. Trotzdem reichen die Mittel nicht aus.

Ebenfalls Ja sagt die Mitte zum Rahmenkredit von 80 Millionen Franken für die Planung und Projektierung der öV-Infrastruktur sowie für betriebliche Netzoptimierungen. Die Verkehrsbetriebe Zürich (VBZ) wollen das Tramnetz ausbauen und neu ordnen; Ziel sind mehr Querverbindungen. Heute gleicht das Netz einem Stern: Fast alle Linien führen durch die Innenstadt, was zu Engpässen führt. Der Kredit gibt dem Stadtrat den nötigen Handlungsspielraum in der Planung; die demokratische Mitsprache und Kontrolle durch den Gemeinderat für weitere Grossprojekte bleibt mit dieser Vorlage gewahrt.

Die Parolen wurden von den Delegierten am 18. Juni 2026 gefasst.

Die Mitte Stadt Zürich hat folgende Parolen für die weiteren Vorlagen am 27. September gefasst:

  • Ja zur Totalrevision der Entschädigungsverordnung des Gemeinderats.
  • Ja zu den neuen Rechtsgrundlagen für die Asyl-Organisation Zürich (AOZ).